Presse

Wetterstation
Alles Wetter, oder was ?30.04.2009

Alles Wetter, oder was ?

" Reichenbach – Jeder redet über das Wetter. Mancher beschäftigt sich aber auch beruflich damit und nutzt dazu die moderne Technik. Diese gibt es auch in Reichenbach und wird am Sonntag offiziell eingeweiht – genutzt wird sie allerdings schon länger.

Schon seit Oktober des vergangenen Jahres steht auf dem Landesgartenschaugelände die stadtwerkseigene Wetterstation und erfasst seither Daten wie Temperatur, Windgeschwindigkeit, Windrichtung oder Luftfeuchtigkeit. Das erst kürzlich montierte Display vor der Station macht die aktuell gemessenen Wetterdaten für alle Landesgartenschaubesucher sichtbar.

Am Sonntag, 13 Uhr, wird die Station offiziell durch den Wetter- und Energieexperten Alexander Lehmann eingeweiht. Der Diplom-Meteorologe wird die Funktionsweise und Datenerfassung der Station erklären und steht den Besuchern anschließend Rede und Antwort. Alexander Lehmann moderiert zahlreiche TV- und Hörfunkwetterberichte – unter anderem für die ARD und leitet außerdem die Meteomedia-Energieabteilung.

Die Messstation der vom Wetterspezialist Jörg Kachelmann gegründeten Firma Meteomedia AG wurde auf Betreiben der Stadtwerke errichtet und soll in Zukunft bei der Planung des Strom- und Gasbezugs behilflich sein. „In der Praxis heißt das für uns als Energieversorger die tägliche Anmeldung des in Reichenbach benötigten Strom- und Gasbedarfs für den Folgetag beim Vorlieferanten. Im Versorgungsgebiet erfasste Wetterdaten sind dabei wichtiges Hilfsmittel, um den Verbrauch so exakt wie möglich vorherzubestimmen“, erläutert Stadtwerke-Geschäftsführer Werner Siegert. Im Moment greift der Energieversorger noch auf Daten der benachbarten Wetterstation Treuen zu, da erst nach 18 Monaten Messung verlässliche Prognosen erstellt werden können.

Wer sich die Reichenbacher Wetterdaten im Internet ansehen möchte kann dies unter K www.meteomedia.de tun. Oder man sieht sich im Fernsehen die ARD-Sendung „Wetter im Ersten“ vor der 20-Uhr-Tagesschau an und verfolgt die Informationen im eingeblendeten Laufband. Weiterhin werden die aktuellen Reichenbacher Temperaturen am Ende der Nachrichtensendung „MDR aktuell“, 19.30 Uhr, veröffentlicht."
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Eröffnungstag der Landesgartenschau
Eröffnungstag lockt 9000 Besucher03.05.2009

Eröffnungstag lockt 9000 Besucher

"Reichenbach – Nach über vier Jahren Vorbereitungszeit wurde die 5. Sächsische Landesgartenschau am Freitag in Reichenbach eröffnet. Bei sonnigem Wetter strömten gleich am ersten Tag mehr als 9000 Besucher auf das Gelände in der Altstadt.

Und wer noch nicht alles gesehen hatte, nutzte das wundervolle Frühlingswochenende, um die Gartenschau ein zweites Mal zu besuchen und Details anzuschauen.
Gewerkelt hatten die Handwerker und Gärtner quasi bis zur letzten Minute. „Wenn vorn die ersten Gäste reinkommen, gehen hinten die letzten Arbeiter raus“ hatte Oberbürgermeister Dieter Kießling schon eine Woche vor der Eröffnung vermutet.
Doch vom Stress der letzten Vorbereitungen merkten die Besucher gar nichts. Die große Eröffnungsshow am 1. Mai ließen sich neben vielen geladenen Gästen auch die Reichenbacher nicht entgehen.
Noch in der Nacht vorher hatte Petrus die Straßen der Stadt mächtig gesprengt und mit Blitz und Donner auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam gemacht. Am Tag darauf erkämpfte die Sonne mehr und mehr die Oberhand und bescherte den Reichenbachern und ihren Gästen einen vollauf gelungenen Gartenschau-Start.


Die Besucher waren gekommen, um die Vogtlandphilharmonie zu erleben und Sänger wie Katrin Weber, Gunther Emmerlich oder Jens Pfretzschner zu hören. Dabei feierte Pfretzschners Gartenschaulied „Blütenmeer“ Premiere. Viele der Akteure waren am Nachmittag noch einmal zu erleben.

Dann stand auch Schlagersänger Olaf Berger auf der Bühne. Eine so genannte LED-Wand machte es möglich, dass am Eröffnungstag das Programm auf der Hauptbühne auch von den Sitzstufen der Waldbühne aus verfolgt werden konnte. Und wer den Trubel weniger liebt, der schaute sich derweil die Blumen, Schmetterlinge, Bäume, Kunstwerke, Brücken und Bauten an.

Die Organisatoren der Gartenschau ernteten viel Lob für ihre Arbeit. Neben Ministerpräsident Tillich („die schönste Eröffnungsshow“) waren es vor allem die „einfachen“ Besucher, die die Gartenschau an sich und den Wandel der Altstadt im Besonderen lobten. Auch Gunther Emmerlich meinte mit Blick auf das Raumbachtal, es sei eine weise Entscheidung gewesen, die Landesgartenschau nach Reichenbach zu vergeben. Und tiefsinnig riet er noch: „Wer den Frühling nutzt, hat im Herbst einen Lenz.“

Bei der gastronomischen Versorgung lief dagegen noch nicht alles so glatt. Auf den Tischen im Biergarten türmte sich das schmutzige Geschirr, während sich am Verkaufsstand eine sehr lange Schlange gebildet hatte. Und auch im Restaurant mit Blick auf das Ausstellungsgelände mussten die Gäste übermäßig viel Geduld mitbringen. Wer etwas zu essen haben wollte, brauchte stundenlang Zeit. Entnervte Gäste verließen das Lokal sogar hungrig."
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Das Vogtland unter den Füßen
„Mancher rückt sogar mit der Lupe an“01.09.2009

„Mancher rückt sogar mit der Lupe an“

"Landesgartenschau - Förderverein überreicht 10.000 Euro für begehbares Luftbild – Nachnutzkonzept für das Areal im Oktober im Stadtrat

Reichenbach. Für die Anschaffung des begehbaren Luftbildes vom Vogtland hat der Förderverein der 5. Sächsischen Landesgartenschau (Laga) gestern in Reichenbach 10.000 Euro übergeben. „Wir wollten, dass mit dem Geld etwas Bleibendes für die Stadt geschaffen wird“, erklärt Stefan Fraas, der I. Vorsitzende des Vereins, als er den symbolischen Scheck an die Lage-Geschäftsführer Kerstin Thomä und Jochen Heinz überreichte. Das Geld stammt aus dem Verkauf des Maskottchens „Schöne Helene“ sowie aus Spenden, Aktionen und Mitgliedsbeiträgen. „Mit den Zuschüssen, die wir vom Vogtlandkreis erhalten haben,ist das Luftbild nun komplett finanziert“, freute sich Kerstin Thomä.
Das begehbare Luftbild ist ein Renner auf der Laga. Ständig drängen sich Besucher auf den 75 quadratischen Platten, die den Vogtlandkreis im Maßstab 1:5500 abbilden. „Mancher rückt sogar mit der Lupe an“, weiß Jochen Heinz. Die Luftbilder wurden 2008 in Auftrag des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung Sachsen angefertigt. Hervorgehoben ist eine Auswahl an Sehenswürdigkeiten sowie Rad- und Wanderwege der Region.

Der Laga-Förderverein zählt 167 Mitglieder. In ihm hat sich das bürgerschaftliche Engagement für die Reichenbacher Landesgartenschau gebündelt. Mit zahlreichen Aktionen, darunter mit Werbeauftritten bei Stadtfesten, dem Verkauf des Plüschmaskottchens „Schöne Helene“ und Initiativen wie „Kunst am Weg“, der Gestaltung des Weinholdplatzes und dem Wettbewerb um die schönsten Reichenbacher Balkonkästen, Vorgärten und Schaufenster hat der Verein von sich reden gemacht.

Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU) verschwieg gestern nicht, dass er sich wünscht, dass der Verein weiterarbeitet, wenn die Gartenschau am 18. Oktober ihre Tore schließt. „Es ist wichtig, dass das Wir-Gefühl bleibt“, erklärt er. Laut Stefan Fraas will der Förderverein zur Jahreshauptversammlung im November darüber entscheiden, ob er weitermacht.

Mit der Nachnutzung der Gebäude und Anlagen wird sich laut Kießling der Stadtrat im Oktober beschäftigen. Die erste Sitzung der betreffenden Arbeitsgruppe ist für kommenden Mittwoch geplant. „Ich bin aber guter Dinge, dass wir ein sehr gutes Nachnutzungskonzept hinbekommen“, sagte er und zeigte sich an Ideen und Vorschläge von Vereinen und Bürgern interessiert. Das Laga-Gelände soll mit seinen Spielplätzen, Skater- und Minigolfanlage, Rad- und Fußwegen auch künftig als Freizeitpark und grüne Lunge der Stadt dienen. Und für die Gebäude gebe es bereits etliche Bewerber aus den Reihen von Gemeinbedarfseinrichtungen. "
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Abschlussveranstaltung der Landesgartenschau
Reichenbach sagt wehmütig Adieu18.10.2009

Reichenbach sagt wehmütig Adieu

"Abschlussveranstaltung der Landesgartenschau
Viel Wehmut und auch etwas Melancholie war zu spüren, als am Sonntag der letzte Tag der 5. Sächsischen Landesgartenschau in Reichenbach vorübergegangen war. Viele Dauerkartenbesitzer aus dem Vogtland, Angestellte und Helfer der Gartenschau nutzten die wirklich letzte Chance, sich von ""ihrer Laga"" zu verabschieden. ""Es waren 171 tolle Tage. Jetzt müssen wir leider Abschied nehmen von der Familie Landesgartenschau"", sprach Gästeführerin Christa Trommer vielen aus der Seele. Auch Oberbürgermeister Dieter Kießling (CDU) konnte bei der Abschlussveranstaltung im Neuberinhaus seine Rührung nicht mehr vollständig verbergen und verdrückte eine Träne.

Wegen des schlechten Wetters hatten die Verantwortlichen die Abschlussveranstaltung ins Neuberinhaus verlegt. Das war, wie sich schnell herausstellen sollte, ein gewagter Schritt. Denn vor dem Neuberinhaus drängten sich Sonntag hunderte Vogtländer - sie alle wollten bei der letzten Laga-Veranstaltung dabei sein. Platz gab's jedoch nur für rund 800 Personen. Das bekamen auch die Ehrengäste zu spüren. Während OB Kießling durch den Hintereingang kam, kämpfte sich Ministerpräsident Stanislaw Tillich durch den Zuschauerraum.

Wer es bis ins Neuberinhaus geschafft hatte, den erwartete eine eineinhalbstündige Show, die vor allem Erinnerungen an eine schöne Zeit in Reichenbach weckte. Beim filmischen Rückblick auf die Landesgartenschau von Filmemacher Uwe Schirmer verdrückte manch einer im Saal Tränen der Rührung.

Heiß her ging's dann mit den hübschen Mädels der Prinzengarde des Adorfer Carneval Vereins und der Showtanzgruppe ""The Pink Petticoats"" aus Freiberg. Mit von der Partie war - wie schon bei der Eröffnung am 1. Mai - auch Entertainer Gunther Emmerlich, der sich die ""Semper House Band"" als Verstärkung mitgebracht hatte.

Richtig Stimmung kam auf, als es ans Einlösen der verlorenen Kaktus-Wette ging. Moderatorin Henriette Schmidt fragte OB Kießling, ob er jetzt aufgeregt sei. ""Singen fällt mir schwerer als Reden"", antwortete dieser lachend, bevor er sich Landrat Tassilo Lenk zur moralischen Unterstützung auf die Bühne holte. Aber der OB machte seine Sache ordentlich und im berstend gefüllten Saal des Neuberinhauses kam richtig Stimmung auf. Die Leute klatschten und sangen mit - gut gelaunte Gesichter überall.

Für den Löbauer Oberbürgermeister Dietmar Buchholz gab's neben guten Wünschen von OB Kießling ein Geschenk mit auf den Weg. Die Scherenschaukel soll an die lange Textiltradition erinnern, die sowohl Reichenbach als auch Löbau geprägt haben."
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